Heute veröffentlicht

#2: KI im Krankenhaus und im Journalismus – zwei Pioniere über die Zukunft

Die zweite Ausgabe unserer Talkshow „Digital. Liebenswert. Machen.“, moderiert von Hartwig von Sass, widmete sich zwei Feldern, in denen KI gerade alles verändert: Gesundheit und Journalismus.
„Zeit für das Eigentliche.“ Cornelia Bentrup ist KI-Beauftragte bei Diakovere – eine Rolle, die es bislang nur in wenigen Häusern gibt. Der größte Hebel der KI liegt für sie in der Entlastung von Dokumentation.

„Meine Kolleginnen und Kollegen wollen am Menschen arbeiten. Heute ist das kaum möglich, weil der Dokumentationswahnsinn gigantisch ist. Hier kann KI Stunden pro Tag einsparen.“

Klar benennt sie die Voraussetzungen: saubere Daten, Datenschutz und Ethik. Diakovere betreibt dafür einen eigenen KI-Server. Ihre Vision für 2031: vernetzte Akten, weniger Wartezeit – und ein Gewinn an Menschlichkeit, „dass der Mensch wieder da ist, um die Hand zu halten“.„Aus dem Herzen des Journalismus.“ Prof. Jakob Vikari erfindet an der Hochschule Hannover den Journalismus neu. Ob KI dessen Tod sei? Er widerspricht optimistisch.

„Diese Technologien kommen aus dem Herzen des Journalismus – Text, Informationen, Dialog. Wir können sie nutzen, um besseren Journalismus zu machen.“

Seine Idee: personalisierte Information statt Einheitsbrei – ein Behördenbrief oder eine Ratssitzung, verständlich erklärt. Routine übernehmen KI-Agenten, Journalistinnen gewinnen Zeit zum Recherchieren. Die eigentliche Gefahr sieht er nicht in Halluzinationen, sondern in der „Sycophancy“, der systematischen Anpassung an das eigene Weltbild. Sein charmantestes Projekt: der „Baumreporter“, der einer Silberpappel per KI eine Stimme gibt.
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