29. Mai 2026

#1: Technologie, die berührt – VR und KI im Gesundheitswesen

In der ersten Folge unserer Talkreihe „Digital. Liebenswert. Machen.“ auf H1 zeigten zwei Gründer, wie digitale Technologie entlastet statt ersetzt – und Menschen wieder Zeit füreinander schenkt.
Mit der VR-Brille an den Strand. Adalbert Pakura entwickelt mit „VR-alive“ gesundheitsförderliche Virtual-Reality-Anwendungen für Seniorinnen und Senioren. Ob Badminton, ein Spaziergang am Strand oder eine Unterwasserwelt: spielerische Bewegung mit ernsthaftem Hintergrund, begleitet von Pflegekräften über ein Tablet.

„Während ich in der virtuellen Welt Badminton spiele, stärke ich meine Muskulatur – und das ist gesund fürs Gehirn.“

Besonders eindrücklich sind die emotionalen Effekte: Die immersiven Erlebnisse wecken Erinnerungen – ein Schlüssel gerade für Menschen mit beginnender Demenz. Pakuras Fokus bleibt dabei regional und am Menschen orientiert.
Mehr Zeit für das Gespräch. Andreas Nowak widmet sich mit „SymptoX“ der Anamnese. Sein digitaler Gesundheitsassistent spricht in 58 Sprachen, in natürlicher Sprache, und nimmt sich die Zeit, die der Praxisalltag selten hergibt.

„Der Arzt unterbricht einen in der Regel nach zehn Sekunden. 70 Prozent der Diagnose werden aber durch die Anamnese gestellt.“

Das System stellt keine Diagnose, sondern bereitet sie vor: Es füllt Fragebögen, spielt die Daten in die Patientenakte zurück und verschafft Ärztinnen und Ärzten einen Informationsvorsprung. Sein größter Vorteil ist zugleich der einfachste – Sprache schließt niemanden aus. SymptoX ist in Hannover bereits im Einsatz und wurde von uns als „EINS des Monats“ ausgezeichnet.
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